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Geschwister
Freunde kommen und gehen, Partner wechseln, Eltern sterben: Mit niemandem führen wir so lange eine Beziehung wie mit Geschwistern. Sie beeinflussen unsere Persönlichkeit ein Leben lang. Und auch unsere Partnerwahl.

Niemand ist uns näher als Geschwister. Niemand kennt unsere wunden Punkte so gut, zumindest während der Kindheit und in den Jugendjahren: Mit Brüdern und Schwestern führen wir die längste Beziehung unseres Lebens. Sie sind plötzlich da oder waren schon da, man hat sie sich nicht ausgesucht wie die Freunde. Oder beendet die Beziehung plötzlich – zu viele Faktoren verbinden. Und später im Leben verbinden Tausende von Geschichten, von Erinnerungen: An Spiele, Streiche, Streitereien. An Gespräche und gemeinsame Entdeckungen. An Momente, in denen der eine den anderen beschützt hat. Oder unterstützt hat.

All das gemeinsame Lachen, Leiden und Lernen prägt uns fürs Leben, formt gemäss zahlreichen Studien unsere Persönlichkeit. Der US-amerikanische Psychologe und Bestseller-Autor Kevin Leman ist gar davon überzeugt, dass unsere Beziehungen von der Geschwisterkonstellation beeinflusst werden. Solche Konstellationen hat er für sein Buch «Füreinander geboren» untersucht. Seine These: «Die Geschwisterkonstellationen übt auf keine zwischenmenschliche Beziehung einen so grundlegenden Einfluss aus wie auf die Ehe.» Welche Geschwisterkonstellationen vielversprechend sind und welche eher weniger – eine Übersicht aus «Füreinander geboren» (Einzelkinder gelten hierbei als Erstgeborene):

Erstgeborene und Erstgeborener

Wenn grosse Brüder sich in grosse Schwestern verlieben, könnten sich gemäss dem Buch von Kevin Leman gewisse Komplikationen ergeben. Erstgeborene gelten als ehrgeizig, verantwortungsbewusst und zielstrebig. Daher kann es in einer Beziehung zwischen zwei Erstgeborenen zu Konkurrenz-Situationen kommen.

Erstgeborene(r) und Letztgeborene(r)

Wenn sich grosse Brüder in kleine Schwestern verlieben – oder grosse Schwestern in kleine Brüder –, stehen die Chancen auf eine harmonische Beziehung nicht schlecht. Erstgeborene bringen laut Leman durch ihre Charaktereigenschaften tendenziell Ordnung und Stabilität in die Beziehung, Letztgeborene dafür Leichtigkeit und Spass, was sich gut ergänzt.

Erstgeborene(r) und Sandwichkind

Wenn sich Älteste in mittlere Kinder verlieben, ist der Ausgang laut Leman ungewiss. Sandwichkinder gelten als äusserst kompromissbereit und als Vermittler. Ist das erstgeborene Kind allerdings zu dominant, vernachlässigt es sich tendenziell. Leman stellte bei dieser Konstellation vor allem eins fest: Sandwichkinder können in der Regel besonders gut eine dauerhafte Ehe führen.

Zweitgeborene(r) und Sandwichkind

Wenn sich das jüngste in ein mittleres Kind verliebt, ist der Ausgang ebenfalls ungewiss. Auch hier spielt laut Leman vor allem eine Rolle, ob das Sandwichkind eher Eigenschaften von Erst- oder von Letztgeborenen mitbringt. Je mehr Eigenschaften von Letztgeborenen es mitbringt, desto stabiler schätzt der Psychologe die Beziehung ein.

Sandwichkind und Sandwichkind

Auch die Partnerschaft zwischen mittleren Kindern kann sich laut dem Psychologen ganz unterschiedlich gestalten. Es gilt: Je stärker der eine Partner tendenziell Erstgeborenen- und der andere tendenziell Zweitgeborenen-Charakteristika aufweist, desto eher gelingt die Beziehung.

Zweitgeborene und Zweitgeborener

Nesthäkchen attestiert Leman vor allem, dass sie Aufmerksamkeit lieben und spassig und unbekümmert durchs Leben gehen. Daher ist die Verbindung zwischen zwei Letztgeborenen tendenziell eher riskant, da es der Beziehung an Realismus und Zielstrebigkeit fehlen könnte.

(Erstellt von Malolo Kessler)

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