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Lernstrategie

Es ist eine Binsenweisheit, dass jeder Mensch verschieden ist. Das betrifft nicht nur das Aussehen, sondern auch sein Wesen. Ein genormter Mensch wäre einfach und vor allen Dingen auch billiger zu handhaben. Gerade bei Kindern und Jugendlichen, die sich ihrerseits noch in der Entwicklung befinden, wünscht sich das so mancher Pädagoge. In der Praxis sind individuelle Lernstrategien notwendig, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Sogenannte pädagogische Erkenntnisse wechseln schneller als der jährliche Schülerkalender. Dabei werden die Schüler oft zum Experimentierfeld unausgegorener Lernstrategien. Schreibenlernen nach Gehör ist nur eine von vielen Vorgehensweisen, die sich rasch als untauglich erwiesen haben. Was aber sind sinnvolle Lernstrategien?

Lernen mit Lernstrategien macht Spass

Lernen macht dann Spass, wenn mit erprobten Lernstrategien ein Lernziel erreicht wird. Darin besteht der grosse Unterschied zum stupiden Pauken eines Stoffes. Wie jeder Schüler ein Etui nach seinem Geschmack hat, verfügt auch jedes Kind über sein individuelles Tempo. Eine nützliche Lernstrategie nimmt darauf Rücksicht und packt das Kind nicht rücksichtlos mit Wissen voll wie vielleicht eine Sporttasche. Eine überladene Sporttasche, die für das Kind zu schwer ist, wird von überflüssigen Gegenständen befreit. Ähnlich verhält es sich mit Lernstrategien. Hier gilt: weniger ist mehr und Masse ist nicht gleich Qualität.

Erfolg mit Lernstrategien

Im Alltag lernen wir täglich dazu, ohne dass wir es bemerken. Anders stellt es sich für Schulkinder dar. Sie müssen lernen. Dabei spielt der Lehrplan eine übergeordnete Rolle. Handelt es sich um Lieblingsfächer, die im Schülerkalender vermerkt sind, findet das Lernen nicht schwer. Aber es gibt genügend Fächer, bei denen es hakt. Zum erfolgreichen Lernen mit Lernstrategien zählt auch das Wiederholen. Allerdings ist es nicht sinnvoll, sich nur darauf festzulegen. Organisation und Vertiefen sind weitere Aspekte von Lernstrategien. Erst die Kombination verschiedener Lernstrategien bringt den erwünschten Erfolg. Wenn ein Stoff wiederholt wird, spielt das inhaltliche Verständnis nur eine untergeordnete Rolle. Der Fokus liegt bei einer Wiederholungsstrategie aufs Auswendiglernen. Vokabeln und Gedichte, aber auch das Einprägen von Eselsbrücken stehen bei diesen Lernstrategien im Vordergrund. Hierbei sind Karteikarten nützliche Helfer. Auf der Vorderseite der Karte steht die zu lernende Vokabel, auf der Rückseite die Übersetzung. Ein längeres Gedicht lernt sich leichter auswendig, wenn es in Etappen aufgeteilt wird. Das Lernen erfolgt dann Stufe um Stufe. Diese Lernstrategien lassen sich gut mit kleinen Bastelaufgaben kombinieren. So kann zum Beispiel zum Lernen der Vokabeln ein Vokabel-Memory gebastelt werden. Das macht nicht nur Spass, sondern das Kind lernt bereits während der Bastelarbeit. Lernstrategien in Verbindung mit altersgemässen Gesellschaftsspielen gibt es viele. Der Fantasie der Eltern und natürlich auch der des Kindes sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Lernen und verstehen mit den richtigen Lernstrategien

Lernstrategien beinhalten nicht nur Wiederholungen. Organisationsstrategien unterstützen das Verständnis für den Stoff. Eine bewährte Methode ist dabei, den Stoff neu oder anders zu strukturieren. Komplexer Lernstoff wird auf diese Weise vereinfacht und der Aufnahmefähigkeit des Kindes angepasst. Nach diesem Schritt erfolgt das Vertiefen, ebenfalls ein wichtiger Teil durchdachter Lernstrategien. Erfahrungsgemäss hilft es dem Kind, wenn es den zu lernenden Inhalt aus dem Schulbuch einmal mit eigenen Worten zusammenfasst. Mit dieser Methode lassen sich leicht Defizite erkennen. Die Eltern können an den entsprechenden Stellen ansetzen, ohne den Inhalt insgesamt zu vertiefen. Eine gute Hilfe zur Strukturierung der Lerninhalte sind zum Beispiel Mindmaps, Diagramme und Tabellen. Die visuelle Gestaltung lässt sich mit einem vom Kind gestalteten Poster fortsetzen. Gut sichtbar aufgehängt hat das Kind den Inhalt vor Augen.

Mehr Erfolg mit Lernstrategien im Rahmen anderer Medien

Lernstrategien beziehen sich nicht ausschliesslich auf die Schulbücher des Kindes. Das wäre sowohl auf Dauer langweilig als auch kontraproduktiv. Andere Bücher zum Thema, die es vielleicht sogar als spannenden Roman gibt, können einen besonderen Lerneffekt haben. Das trifft auf Dokumentationen ebenso zu wie die Recherche im Internet. Lernstrategien sind vielfältig, weil jedes Kind sein eigenes Lerntempo und seine eignen Vorlieben hat. Damit das Kind den Spass am Lernen nicht verliert oder zurückgewinnt, wenn er bereits verloren gegangen ist, sollten im Schülerkalender genügend Freizeitaktivitäten stehen. Zwischen Schulfrust und Lernlust ist es oft ein schmaler Grat. Unabhängig von Lernstrategien jeder Art kann nur bei einem ausgeruhten und konzentrierten Kind die Freude am Lernen geweckt werden. Deshalb sollte das Lernumfeld in den eigenen vier Wänden so optimal wie nur möglich gestaltet werden. Wer damit beginnt, mit seinem Kind Lernstrategien einzuüben, sollte bedenken, dass es nicht um den schnellen Erfolg geht. Lernstrategien sind nachhaltig und verbessern mittel- und langfristige das Lernverhalten.

By No Comment 20. März 2020

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