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Jugendliche analysieren die vom Gletscher geprägte Landschaft und skizzieren einzelne Elemente daraus.

Sieben Schulklassen haben im vergangenen Jahr eine Projektwoche im Berner Hochgebirge erlebt – ohne Handyempfang, ohne Internet. Dafür in einzigartiger und lehrreicher Umgebung.  Das Bildungsprojekt, das den Namen «AlpenLernen» trägt, ist ein grosser Erfolg: Dieses Jahr ist das Angebot bereits ausgebucht.

Bäche, kleine Seen, Feuchtgebiete: Der Bächlisboden ist eine Auenlandschaft von nationaler Bedeutung. Er liegt im Berner Oberland, gut 2100 Meter über Meer, umgeben von Berggipfeln, die in den Himmel ragen. In dieser Landschaft leben Gämsen, Murmeltiere und Schneehühner. Und für eine Woche haben letztes Jahr die Schülerinnen und Schüler einer 9. Klasse aus Zollikofen dort gelebt. Die Klasse war eine von sieben, die am Projekt «AlpenLernen» teilgenommen haben. Die Projektwoche wurde vom UNESCO-Welterbe Swiss Alps Jungfrau-Aletsch und dem Schweizer Alpen Club (SAC) initiiert.

Naturgewalten und Alpentiere

Ziel von «AlpenLernen» ist, den Kindern und Jugendlichen «die vielseitige Lern- und Erlebniswelt einer eindrücklichen Kultur- und Naturlandschaft zugänglich zu machen», erklären die Initianten in einer Mitteilung. Durch den ausserschulischen Unterricht in der Natur würden wertvolle Kompetenzen gefördert und das Interesse an sportlichen Aktivitäten im alpinen Gelände geweckt.

Bei der 9. Klasse aus Zollikofen scheint das funktioniert zu haben. Das Abenteuer der Schülerinnen und Schüler begann mit einem gut dreistündigen Aufstieg über Stock und Stein bis zur Bächlitalhütte, wo sie von der Hüttenwartin empfangen wurden. In Kleingruppen erkundeten sie in den folgenden Tagen die Umgebung. Sie lernten Wissenswertes über die Hochgebirgslandschaft und ihre Entstehung, über Naturgewalten wie Steinschläge oder Lawinen, entdeckten Alpentiere und Alpenpflanzen.

Wie es sich als Hüttenwartin lebt

Auch der Spass kam nicht zu kurz: Die Jugendlichen aus Zollikofen wagten sich in einem Kletterkurs die Wände hoch. Ebenfalls zur Projektwoche gehörte die Mithilfe in der Alphütte. So konnten die Schülerinnen und Schüler gleichzeitig von der Hüttenwartin erfahren, wie es sich im Hochgebirge lebt, so weit weg von der Zivilisation, wie man dort recycelt und woher die Energie kommt. Energie war denn auch das Thema des letzten Tages. Nach dem Abstieg wurde die Schulklasse durch eine Staumauer und ein Wasserkraftwerk geführt.

Auch der Spass kommt in der Projektwoche nicht zu kurz: Kletterkurs im Hochgebirge.

(Erstellt von Stefan Millius)

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