Service-Hotline 044 83 83 450 | info@schulkids.ch

Kooperation mid dem FamilienSPICK.ch

Rund 250 Lehrberufe gibt es in der Schweiz. Kein Wunder, ist die Berufswahl für manche Jugendliche eine Herausforderung. Sie müssen sich über ihre Wünsche und Fähigkeiten im Klaren sein. Und dann sollte es auch noch mit der Bewerbung klappen.

Wie der Vater, so der Sohn. Für Alessio war der Fall bald einmal klar: Er möchte die gleiche Ausbildung wie sein Vater machen – eine Lehre als Elektroinstallateur. Zwar schnupperte der 15-Jährige aus Zürich zuerst auch noch in anderen Berufen – zum Beispiel im kaufmännischen Bereich –, doch der Handwerksberuf hat ihm am besten gefallen. «Die Berufswahl lief für Alessio problemlos. Nach der Schnupperlehre musste er nicht mal mehr eine zusätzliche Bewerbung schreiben, sondern erhielt gleich die Zusage für die Lehrstelle», freut sich sein Vater Giuseppe Lovaglio, der seinen Sohn auch schon zu sich in die Firma holte, um einen Einblick in den Beruf des Elektromonteurs zu erhalten. Eine Berufsberatung musste Alessio nicht in Anspruch nehmen. Neben der Lehre wird der Jugendliche auch die Berufsmittelschule absolvieren.

Wie für Alessio stellt die Berufswahl und somit der bevorstehende Übertritt von der obligatorischen Schule in die Arbeitswelt für viele Jugendliche eine wichtige Phase in ihrem Leben dar. «Die Suche nach einer Lehrstelle oder einer weiterführenden Schule beschäftigt die Jugendlichen stark», berichtet Christian Thörig, Leiter der Schule Döltschi in Zürich. Vor allem für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe B sei die Berufswahl mit vielen Unsicherheiten und Ängsten verbunden, weil sie – im Gegensatz zur Sek A – meist mehr Mühe haben, einen Ausbildungsplatz zu finden. «Als Lehrpersonen der Sek B beschäftigen wir uns besonders intensiv mit der Berufswahl. Es liegt uns am Herzen, dass die Schülerinnen und Schüler eine Lehrstelle finden», sagt der Schulleiter.

Herausforderung und Verunsicherung

Die 16-jährige Lilith aus Zürich startete nach den Sommerferien ihre Ausbildung zur Fachfrau Betreuung in einem Kinderhort. Dass sie diesen Beruf erlernen möchte, war für sie schon nach ihrer Schnupperlehre in den Sommerferien vor einem Jahr klar. Sie bewarb sich danach um diese Lehrstelle und erhielt die Zusage. «Die Schnupperlehre war für Lilith sicher sehr wertvoll. Eine Schnupperlehre zu finden, gestaltete sich leider nicht ganz einfach», erzählt ihre Mutter, Bettina Biasio. Erstaunt nimmt sie zur Kenntnis, dass die abgemachten Daten mit den Schulen nicht eingehalten werden und die Lehrstellenvergabe mittlerweile bereits sehr früh erfolgt.

Deshalb haben Lilith und ihre Klassenkameraden bereits in der zweiten Sek die ersten Schnupperlehren absolviert. Für alle sei die Berufswahlphase nicht immer einfach, ja manchmal ziemlich stressig gewesen. «Wir haben Lilith unterstützt, sie motiviert, ihr aber nichts abgenommen. Sie musste die Bewerbungen selber schreiben. » Für manche Jugendliche bedeute die Berufswahl eine grosse Herausforderung und Verunsicherung, stellt Ursula D’Aloia-Messmer, Lehrstellencoach am Laufbahnzentrum der Stadt Zürich, fest. «Zum einen bestehen nicht selten Welten zwischen ihrem Leben und dem Leben in der Arbeitswelt. Zum andern sind die Jugendlichen teilweise noch zu jung und wenig reif, eine Entscheidung für die Berufswahl zu treffen. » Aufgrund der grossen Auswahl mit über 250 Lehrberufen falle es den Jugendlichen schwer, sich zu orientieren. In manchen Fällen seien zudem die Berufswünsche der Schüler mit ideologischen Vorstellungen verbunden und wenig realistisch.

Geschlechtsnormen öfter von Mädchen gebrochen

In welcher Verbindung stehen die Berufswünsche der Jugendlichen mit stereotypen Rollenbildern und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf? An der Universität Lausanne beschäftigte sich eine Forschungsgruppe mit dieser Fragestellung. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Geschlechtsnormen öfter von Mädchen gebrochen werden, indem diese auch geschlechtsgemischten oder männlichen Berufe anstreben. Die überwiegende Mehrheit der Jungen strebt Berufe an, die hauptsächlich von Männern ausgeübt werden. Diejenigen Mädchen, die eine Familie gründen und Teilzeit arbeiten möchten, streben eher «weibliche» Berufe an, die de facto eine Teilzeitarbeit begünstigen. Wie die Studie «Die erste grosse Entscheidung» von Juvenir, einer Studienreihe der Jacobs Foundation, ergeben hat, ist es für 92 Prozent der Jugendlichen weit wichtiger, den eigenen Stärken zu folgen, als Geld zu verdienen. Später ihren Wunschberuf ergreifen zu können, kommt für 77 Prozent ebenfalls vor dem Geldverdienen. Nur 60 Prozent ist es laut der Studie wichtig, bereits während der Ausbildung eigenes Geld zu verdienen.

Sozial benachteiligte Eltern schlecht informiert

Eltern beeinflussen die Berufswahl ihrer Kinder. Diese übernehmen daher oft den beruflichen Status ihrer Eltern. «Sozialökonomisch benachteiligte Eltern vermögen ihre Kinder bei der Berufswahl häufig nicht optimal zu begleiten und zu unterstützen», heisst es in der Studie «Sozial benachteiligte Eltern und Berufswahl» von Markus P. Neuenschwander und Stephan Rösseler vom Zentrum Lernen und Sozialisation der Pädagogischen Hochschule an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Untersuchungen zeigen offenbar, dass die Leistungserwartungen der Eltern an ihre Kinder den Status der gewählten Ausbildung vorhersagen.

«Eltern haben explizit oder implizit ein Konzept der schulischen und beruflichen Karriere ihres Kindes. Diese Erwartungen werden vom Kind verinnerlicht und steuern die Ausbildungs- und die Berufswahl beim Übergang in die Sekundarstufe II», schreiben die Studienautoren. Eltern nehmen ihre Aufgaben im Berufswahlprozess unterschiedlich wahr. Sozial benachteiligte Eltern haben einen eingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt. Daher erwarten sie von ihren Kindern oft einen Beruf, mit dem diese rasch finanziell unabhängig werden. Zudem ermuntern die elterlichen Berufskarrieren und die geringeren Bildungserwartungen die Jugendlichen weniger, sich intensiv mit der Berufswahl auseinanderzusetzen oder eine anspruchsvolle Ausbildung zu wählen. Viele sozial benachteiligte Eltern sind laut der Studie über das Bildungs- und Ausbildungssystem sowie die Berufswelt schlecht informiert.

Keine Alternative zum Gymi?

Die grosse Mehrheit der Schüler haben gemäss einer Umfrage der Lehrstellenplattform «Yousty» zwei Hauptansprechpartner: die Eltern und die Lehrpersonen. Die Schule habe diese Verantwortung nicht gesucht, betont Schulleiter Christian Thörig. «Grundsätzlich sind die Eltern für die Berufswahl ihrer Kinder verantwortlich und nicht die Schule. Doch immer häufiger wird die Berufswahl vom Elternhaus an die Schule delegiert. Gewisse Eltern melden sich dann zu Wort, wenn die Berufswahl nicht so verläuft, wie sie es sich vorgestellt haben.» In ihren Beratungsgesprächen stellt Ursula D’Aloia-Messmer oft fest, dass die Eltern starken Einfluss auf die Berufswahl ihrer Kinder haben und die eigenen Vorstellungen hineinprojizieren. So gebe es für gewisse Eltern gar keine Alternative zum Gymnasium.

Das sei der falsche Weg: «Die Jugendlichen sollen im Berufswahlprozess die Möglichkeit haben, sich selber besser kennenzulernen, sich zu informieren und mehrere Berufe sowie Ausbildungen kennenzulernen. » Für den Lehrstellencoach besteht die Aufgabe der Eltern vor allem darin, die Jugendlichen zu unterstützen, sie zu motivieren und ihnen verschiedene Einblicke in die Berufswelt zu ermöglichen. «Die Eltern wollen ja nur das Beste für ihr Kind. Doch manchmal ist das Gymnasium, das von 20 Prozent aller Schulabgänger besucht wird, nicht immer der ideale Weg für das Kind», gibt Ursula D’Aloia-Messmer zu bedenken. In der Berufsberatung würden den Jugendlichen und Eltern deshalb die vielfältigen Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten der Berufsbildung aufgezeigt.

 

Stärken und Schwächen erkennen

Ein wichtiger Bestandteil der Berufswahl ist die Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken und Schwächen. Auskunft darüber geben zum Beispiel die Schulleistungen. Wertvolle Hinweise sind laut Ursula D’Aloia-Messmer aber auch die Hobbys. «Betreibt jemand einen Mannschaftssport, zeichnet sich dieser Jugendliche möglicherweise durch Teamfähigkeit und Selbstständigkeit aus. » Kreative Hobbys wie Modellbau oder Technik lassen gute handwerkliche Fähigkeiten vermuten. «Wir möchten in unseren Beratungen den Jugendlichen kennenlernen, um abzuschätzen, welche Berufe bzw. Ausbildungen zu ihm passen», sagt die Berufsberaterin. In der Schule beginnt die Berufswahlphase Anfangs des zweiten Sekundarschuljahres, wie Christian Thörig informiert.

Auch hier gehe es darum, dass sich die Jugendlichen Gedanken über ihre Wünsche und Fähigkeiten machen. Weitere Programmpunkte sind ein Elternabend sowie der Besuch des Berufsinformationszentrums (BIZ). «Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Berufe es überhaupt gibt und welche Berufsfelder zu ihnen passen», sagt Christian Thörig. Gemeinsam mit der Klasse steht der Besuch der Berufsmesse auf dem Programm, wo die Jugendlichen Infos und Auskunft über die Berufe erhalten – meist von Lehrlingen. Diese Kommunikation auf Augenhöhe ist laut Ursula D’Aloia-Messmer besonders wichtig. Einen guten Einblick in die Arbeitswelt geben zudem auch die Ostschweizer Bildungs-Ausstellung (OBA) oder die nationalen Berufsmeisterschaften SwissSkills

Schnupperlehre und individuelle Begleitung

Im Frühling schnuppern die Schüler erstmals die Luft der Arbeitswelt. Während einer Woche absolvieren sie eine Schnupperlehre, die sie zuvor suchen mussten. Das sei wie ein Startschuss in die nächste Phase – der konkreten Suche und Bewerbung für eine Lehrstelle. «Die Jugendlichen lernen in der Schule, wie sie sich bewerben und Telefongespräche mit Lehrmeistern führen. Im Projektunterricht haben sie zudem drei Wochen Zeit, sich intensiv um eine Lehrstelle zu bemühen», erklärt der Schulleiter. Bei Bedarf erhalten die Schüler zudem eine individuelle Begleitung durch eine Beratungsperson vom BIZ. Sie besprechen die Bewerbungen und geben Tipps für Bewerbungsgespräche. Christian Thörig empfiehlt seinen Schülern, eine Liste zu führen, wo alle angeschriebenen Firmen aufgeführt sind, um die Übersicht nicht zu verlieren. «Uns ist es wichtig, dass die Jugendlichen einen Ausbildungsweg finden, aber nicht um jeden Preis. Sie sollten sicher sein, dass die Lehrstelle zu ihnen passt.» Ansonsten drohe die Gefahr eines frühen Lehrabbruches. In der Schweiz werden rund 20 Prozent aller Lehrverhältnisse vorzeitig abgebrochen.

Zuoberst auf der Hitliste der beliebtesten Lehrberufe liegt die KV-Lehre. Weniger beliebt sind Lehrstellen als Metzger oder Maurer. «Oft sind die Jugendlichen nur auf einen bestimmten Beruf fixiert. Zudem gibt es leider viele Vorurteile und Fehlinformationen gegenüber gewissen Berufen. Zum Teil werden diese Ansichten von den Eltern ins Spiel gebracht», bedauert Ursula D’Aloia-Messmer und ruft dazu auf, sich auch mal auf wenig bekannte Berufe einzulassen. «Begehrte Lehrstellen im Bereich der Informatik oder der Kreation sind oft mit hohen Hürden belegt», stellt Franziska Cavelti, Mitglied bei Schule und Elternhaus St. Gallen, fest. «Jugendliche müssen zum Teil bereits realisierte Projekte vorweisen können, was oft unrealistisch ist. Ich habe kürzlich eine Lehrstelle als Applikationsentwickler ausgeschrieben gesehen mit dem Hinweis ‹Präsentation von zwei realisierten Projekten’.»

 

Manko in schulischen Fächern

Über mangelndes Interesse an Lehrstellen kann sich zum Beispiel Hansruedi Wyler von der Wirz Holzbau AG in Bern nicht beklagen: «Ich erhalte pro Woche ein bis zwei Anfragen und Bewerbungen für Lehrstellen in unserer Zimmerei», freut sich der Lehrlingsverantwortliche und stellvertretende Geschäftsführer, der die offenen Lehrstellen bei den Berufsinformationszentren (BIZ) der Erziehungsdirektion des Kantons Bern meldet. Dabei profitiere das Unternehmen von seiner hohen Bekanntheit auf dem Platz Bern. Weniger einfach sei es jedoch, Jugendliche zu finden, die sich für den Zimmermannsberuf eignen, sprich, die nötigen Voraussetzungen mitbringen. Um die Bewerberinnen und Bewerber zu prüfen, werden sie zu einer einwöchigen Schnupperlehre eingeladen.

Dort arbeiten sie während vier Tagen auf den Baustellen und in der Werkstatt, wo sie beim Herstellen zweier Holzverbindungen ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen können; einen Tag verbringen sie im Büro, wo sie auf ihre schulischen Leistungen hin, insbesondere in Mathematik und Geometrie, unter die Lupe genommen werden. «Immer wieder stellen wir fest, dass die Jungen in diesen schulischen Fächern ein gewisses Manko aufweisen, vor allem, wenn es sich um schwächere Realschüler handelt. Neben handwerklichem Geschick und sozialen Faktoren stehen für uns auch diese Kompetenzen im Zentrum», betont Hansruedi Wyler. Die Jugendlichen ihrerseits schätzen es offenbar, sich im Rahmen einer Schnupperlehre ein Bild vom Betrieb und vom Team zu machen. Das Betriebsklima und die Art, wie sie in der Schnupperwoche aufgenommen und betreut werden, ist laut Hansruedi Wyler entscheidend, ob sich die Jugendlichen bei Auswahlmöglichkeiten schlussendlich für einen Betrieb entscheiden oder nicht.

Herkunft und Auswahlinstrument

Nicht immer gestaltet sich die Lehrstellensuche einfach. Beim Schreiben von Bewerbungen sind die Jugendlichen meist auf die Unterstützung der Eltern angewiesen. Sehen sich die Eltern dazu nicht in der Lage – weil sie beispielsweise die deutsche Sprache zu wenig beherrschen –, sind die Jugendlichen im Nachteil. Die kulturelle Herkunft spielt somit – neben den schulischen Leistungen – keine unwichtige Rolle. Christian Thörig erzählt von Jugendlichen, die bis zu 50 und mehr Bewerbungen verschickten. Dies nage am Selbstwertgefühl und an der Motivation. «Wir versuchen, den Schülern auch weniger beliebte Lehrstellen schmackhaft zu machen. Andererseits sind wir dann erstaunt, wenn beispielsweise für Lehrberufe wie Maurer hohe Anforderungen im Sprachbereich gestellt werden, sodass schwächere, aber dafür handwerklich geschickte Schüler wenig Chancen haben. »

Umstrittene Leistungstests

Weil viele Firmen teilweise Hunderte von Bewerbungen für ihre Lehrstellen erhalten, verlangen sie von den Jugendlichen neben den Bewerbungsunterlagen und Zeugnissen das Absolvieren eines Leistungstests wie zum Beispiel Multicheck, Stellwerk, Basic-Check oder Kompass. Sie sind laut Ursula D’Aloia-Messmer ein häufiges Auswahlinstrument – vor allem bei anspruchsvollen Berufen. Leistungstests dienen der individuellen Standortbestimmung. Sie zeigen, ob eine Schülerin bzw. ein Schüler für einen bestimmten Beruf das Anforderungsprofil erfüllt. Allerdings sind Leistungstests eine Momentaufnahme und messen ganz bestimmte Fähigkeitsaspekte. Pro Jahr absolvieren mehr als 3’000 Lehrstellensuchende solche Leistungstests, die jeweils über hundert Franken kosten. Geprüft werden etwa zu einem Drittel das Schulwissen, zu 70 Prozent konzentrieren sich die Aufgaben auf Logik, Merkfähigkeit und Konzentration.

Die Tests sind allerdings nicht unumstritten: 2011 fand ein Doktorand der Universität Bern in seiner Masterarbeit heraus, dass die Tests nicht mehr aussagen als Schulnoten. Sinnvoll oder nicht, die Bedeutung dieser Tests, durchgeführt von Lehrbetrieben, Berufsverbänden oder unabhängigen Firmen, dürfte in den nächsten Jahren vermutlich weiter zunehmen. Weiter zunehmen werden – so Christian Thörig – in Zukunft auch die Unterschiede zwischen Erwartungen der Berufswelt und den Leistungen der Jugendlichen. «Darunter leiden vor allem die schwächeren Schüler. Für sie gibt es immer weniger Lehr- bzw. Arbeitsplätze, weil die Maschinen die einfacheren Arbeiten übernehmen. » Im Gegenzug entstehen durch die technischen Entwicklungen neue Arbeitsplätze, die gerade jungen Menschen interessante Perspektiven bieten könnten.

(Text: Fabrice Müller, Redaktor Schule und Elternhaus Schweiz (S&E)

 

Tipps für die Bewerbung
Bewerbungsdossier erstellen

Das Bewerbungsdossier muss so attraktiv und überzeugend sein, dass es die Tür zu einem Vorstellungsgespräch öffnet. Das Dossier besteht aus dem Bewerbungsbrief, Lebenslauf mit Foto, den Kopien aller Oberstufen-Zeugnisse und evtl. aus Resultaten von Eignungstests und/oder anderen Zertifikaten. Rechtschreibefehler haben im Bewerbungsschreiben nichts verloren.

Bewerbungen versenden

Erkundige dich vorgängig, ob du dein Dossier schriftlich per Post einschicken sollst oder ob eine elektronische Bewerbung gewünscht wird, eventuell stehen auf der Firmenwebsite auch elektronische Bewerbungsformulare zur Verfügung. Je mehr Bewerbungen du verschickst, desto höher stehen deine Chancen auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Ist dein Wunschberuf sehr begehrt oder gibt es nur wenige offene Lehrstellen, solltest du dich zudem auch noch für andere Berufe bewerben. Falls du auf deine gesendete Bewerbung nach zwei bis drei Wochen noch keine Antwort erhalten hast, kannst du dich beim Betrieb danach erkundigen.

Überblick behalten

Damit du überall deine Bewerbungsaktivitäten den Überblick behältst, führst du am besten eine tabellarische Liste. Dort kannst du eintragen, bei welcher Firma du mit wem gesprochen hast, wann du die Bewerbung verschickt und wann du nachgefragt hast, welche Termine gelten usw.

Vorstellungsgespräch vorbereiten

Informiere dich auf der Firmenwebsite über angebotene Dienstleistungen und Produkte. Überlege dir zudem, was du gefragt werden könntest. Häufige Fragen sind: Wieso möchtest du diesen Beruf erlernen? Weshalb gerade in dieser Firma? Welches sind deine Stärken? usw. Bereite auch eigene Fragen vor, die du dem Berufsbildner bzw. der Berufsbildnerin stellen kannst, das zeigt dein Interesse. Erkundige dich ausserdem nach dem Anreiseweg und danach, wo du dich melden musst, damit du pünktlich zum Gespräch erscheinst.

(Quelle: Bildungsdirektion, Kanton Zürich)

Leave a Reply